Historie

1979 beschrieb John O. Susac zwei Patientinnen mit subakut aufgetretenen Persönlichkeitsveränderungen, paranoid-psychotischen Symptomen, kognitiven Einschränkungen, fokalneurologischen Symptomen, Innenohrschwerhörigkeit und Verschlüssen retinaler Astarterien und prägte damit das Eponym Susac-Syndrom (Susac 1979). Erste Fallberichte, die sich aus heutiger Sicht als inkomplettes Susac-Syndrom interpretieren lassen, wurden jedoch bereits wenige Jahre zuvor veröffentlicht. Seltener verwendete Synonyme für das Susac-Syndrom sind ‚SICRET‘ (small infarctions of cochlear, retinal and encephalic tissue) und ‚RED-M‘ (microangiopathy with retinopathy, encephalopathy, and deafness). In den folgenden Jahrzehnten bis heute (Stand 12/2012) wurden weltweit gut 300 Susac-Erkrankungen publiziert, nahezu ausschließlich in Form von Einzelfallberichten oder sehr kleinen Fallserien (Dörr 2013).

Aktuelles
Französische Studie: Immunsuppressiva beim Susac-Syndrom

Eine französische Studie zum Susac-Syndrom, die im Januar 2025 in The Lancet Rheumatology veröffentlicht wurde, zeigte bei 64 Betroffenen– egal ob allein Kortison oder kombiniert mit Immunsuppressiva/ intravenösen Immunglobulinen – keinen Unterschied im Rückfallrisiko. 72 % erlitten innerhalb von Monaten einen Rückfall. ...

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